AI SEO – Wenn Sichtbarkeit und Suche neu definiert werden

Titel des Beitrags auf grünem Feld und dahinter ein blau-schwarzes, unfokussiertes, futuristisches Bild
Inhalt:

Eindrücke von der SEO.komm 2025 in Salzburg

SEO, GEO, AI SEO, Next Gen SEO, KI SEO, AIO SEO … Auf der ausverkauften SEO.komm 2025 in Salzburg wurde dazu gerappt. Und seien Sie gewiss: Dieser (gar nicht mehr so neue) heiße Scheiß wird in 2026 ff nicht nur omnipräsent sein: Ohne Konzepte und Strategien, werden tausende Websites in den Tiefen der Belanglosigkeit verschwinden. Es hat bereits begonnen …

… und während Experten und Besucher der hochkarätigen SEO-Konferenz geradezu enthusiastisch die neuen Möglichkeiten und technischen Raffinessen feiern, bricht dem einen oder anderen KMU schon jetzt der kalte Schweiß aus … Sichtbarkeit wird neu definiert, Klicks sinken ins Bodenlose. Schon hört man Sätze wie: „Die Firmenwebsite wird obsolet!“.

Fragen türmen sich auf. Ist mein Unternehmen betroffen? Wie steht meine Website da? Wie soll ich reagieren? Was hilft? Wie können die oft knappen Budgets sinnvoll eingesetzt werden, um das Schlimmste zu verhindern? Und was ist überhaupt das Schlimmste?

Gleich vorab: Auf all diese Fragen kann ich in diesem Beitrag keine einfache Antwort bieten. Aber ich will versuchen, einen Einblick zu geben und folgende Themen zu klären:

  • Gibt es generelle Empfehlungen in Sachen Suchmaschinen- und KI-Optimierung?
  • Kann ich heute schon feststellen, wie meine Website und meine Sichtbarkeit aufgestellt sind?
  • Wie sollte ich meine Contents gestalten, worauf muss ich achten und was kann ich sonst noch tun?

Next Gen SEO – Grundsätze und Leitlinien

Gibt es generelle Empfehlungen in Sachen Suchmaschinen- und KI-Optimierung, die heute schon als zukunftsfest angesehen werden können?

Die Antwortet lautet „jein“, denn viele Funktionsweisen und Trends sind noch im Wandel, viele Interfaces befinden sich in Testphasen und Best Practices sind noch jung. Aber in vielen Punkten waren sich die Redner auf der SEO.komm einig, und das sollte doch schon etwas bedeuten.

Diese generellen Aussagen habe ich zusammengefasst zu meiner Liste mit Grundsätzen und Leitlinien für AI SEO sowie alles, was generative KI, Google AI Overviews, AI Mode, Gemini, Perplexity etc. betrifft:

  • ZERO-Click Suchen, z.B. in Google AI Overviews und ChatGPT etc. sind Fakt und werden noch zunehmen, während Impressionen steigen. Hieraus ergibt sich u.a. der „Krokodil Effekt“, der in vielen SEO Analysen aktuell sichtbar wird. Dazu später mehr.
  • Die klassische Sichtbarkeit verschiebt sich und verschiedene Interfaces werden mehr und mehr verschmelzen. Es wird prognostiziert, dass sich der Browser gegenüber anderen Apps weiterhin durchsetzen wird. Schon heute experimentiert Google mit Suchergebnissen, in denen
    • KI-generierte Antworten
    • Klassische Linklisten
    • Shopping-Möglichkeiten
    • Buchungsoptionen
    • Zahlungsoptionen
    • (…)

in einer SERP als Einheit dargestellt werden. Ziel ist, dass der User das Interface gar nicht mehr verlassen muss.

  • Disziplinen wie Offpage- und Onpage SEO, Content, Bild, Video, Social und PR rücken enger zusammen. Dazu gehören mit ansteigender Tendenz auch Bewertungsportale und Communities mit aktuellen Bewertungen und Erwähnungen (z.B. Reddit). Alles hängt mit allem zusammen!
  • Redakteure und andere Content Creators müssen mehr in Entitäten und weniger in Einzelthemen oder gar Keywords denken. Für eine Website kann dies z.B. bedeuten, dass Hauptkategorien gestärkt und zu kleinteilige Unterkategorien ggf. ausgedünnt werden sollten.
  • Semantische Kontexte, Relevanz und Informationstiefe und -qualität (problembasierter „educational“ Content) stehen im Fokus. Dabei sollte jeder Abschnitt für sich allein als Antwort stehen können. Prüfen Sie auch, ob Sie Ihren Kunden potentiellen Mehrwert bieten können, indem Sie die passenden Informationen für die gesamte User Journey anbieten – auch wenn Sie z.B. keinen eigenen Shop betreiben und Interessenten am Ende der Journey an Groß- und Fachhandel verweisen müssen.
  • Guter Content, sauberes SEO und optimale Strukturen (z.B. Markups und intelligente interne Link-Konzepte) gewinnen an Bedeutung. Z.B. berechnet Google auch, wieviel Aufwand in einen Artikel gesteckt wurde und erkennt Automated Generated Content (ohne diesen generell abzustrafen).
  • Authority und Trust Faktoren sowie eine starke Brand sind direkt mitentscheidend über Erfolg und Misserfolg (E-E-A-T: Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness).

Fazit

Wer also schon in den letzten Jahren in relevanten „Helpful Content“ investiert hat, mit Markups nach Schema.org arbeitet, Wert auf technisch sauberes SEO gelegt sowie das Backlinkprofil und auch die sonstige Außendarstellung des Unternehmens gepflegt hat … der muss sich keine großen Sorgen machen. Das Fundament ist gelegt und das Krokodil schnappt nicht zu.

Wer hier noch Nachholbedarf hat, sollte nun nicht mehr allzu lange zögern und ggf. eine gute SEO-Agentur beauftragen.

Das Krokodil – Wie der Gap zwischen Impressionen und Klicks entsteht

Der Krokodil-Effekt beschreibt das Phänomen, dass Sichtbarkeit und organischer Traffic zunehmend auseinanderdriften – ähnlich wie die beiden Linien eines sich öffnenden Krokodilmauls.

Typischerweise steigt die Sichtbarkeit in Tools wie SISTRIX oder Searchmetrics weiter an, während der tatsächliche Website-Traffic stagniert oder sogar sinkt. Diese Entwicklung entsteht häufig dadurch, dass einerseits

  • Suchvolumen insgesamt steigen,
  • Rankings besser werden und
  • Impressionen z.B. in Google AI Overviews hinzukommen

andererseits jedoch

  • ZERO-Klick Suchen stark zunehmen,
  • viele irrelevante Keywords ranken oder
  • die SERP-Ansicht (Title + Description) die eigentliche Suchintention verfehlen.

SERP-Features wie Snippets, AI Overviews, KI Modus, Ads oder People-Also-Ask-Boxen verhindern zunehmend den klassischen „organischen“ Klick, so dass auch gute Positionen weniger Traffic erzeugen.

Krokodil-Effekte können in verschiedenen Ausprägungen auftreten und sind wichtige Diagnose-Signale, die auf strukturelle Probleme zwischen Rankings, Klicks und Suchverhalten hinweist. Die eingangs gestellte Frage „Kann ich heute schon feststellen, wie meine Website und meine Sichtbarkeit aufgestellt sind?“, können wir also bejahen.

Kurz gesagt: Um den Krokodil-Effekt zu mildern oder zu beheben, helfen gutes traditionelles SEO und solide Contentarbeit ebenso wie einige der oben genannten Grundsätze für erfolgreiche KI SEO Strategien.

Krokodil mit geöffnetem Maul links und daneben zwei Graphen, wovon einer steigt und einer sinkt

Google AIO, ChatGPT, Gemini … Suchmaschinenoptimierung neu gedacht

Bis gefühlt gestern, war es ganz klar: Wenn wir etwas suchten, googelten wir. Doch die Art, wie wir suchen, hat sich in vergleichsweise kurzer Zeit massiv geändert – ebenso wie die genutzten Interfaces. Klassische Suchmaschinen wie Google oder Bing sind längst nicht mehr die einzige erste Anlaufstelle: Immer mehr Menschen greifen direkt auf generative KI-Systeme zurück, um Antworten zu finden, statt mühselig mehrere Links zu durchforsten.

Das zeigt deutlich: Das Suchverhalten wandelt sich – von kurzen Keywords hin zu langen, konversationellen Eingaben und komplexen Fragestellungen. Nutzer erwarten nicht mehr nur Links, sondern kompakte, intelligente Antworten. Sofort.

Auch Bewertungs- und Vergleichsportale gewinnen wieder an Relevanz und Popularität – und dienen den KIs neben Zeitschriften, Online-Plattformen und Datenbanken, Blogs und Corporate Websites als eine wichtige Quelle.

Betrachten wir die KI-Tools als etwas wie „Next Gen Suchmaschinen“ ergibt sich in diesem Szenario eine völlig neue Aufgabenstellung für Unternehmen: Ihre Sichtbarkeit muss überall dort beginnen, wo die Fragen der Menschen beantwortet werden.

Kommen wir daher zu unserer letzten Frage: Wie sollte ich meine Contents gestalten, worauf muss ich achten und was kann ich sonst noch tun?

Mit Next Gen SEO – Sichtbarkeit optimieren

Mit Next Gen SEO verbinden wir in unserer Agenturarbeit klassische SEO-Strategien mit modernen KI-Methoden und orientieren uns so nah als möglich an den echten Nutzerbedürfnissen. Statt starrer Keywords setzen wir auf dynamische Content-Signale, semantische Entitäten und datengetriebene Optimierung. Mit der KI für die KI.

Nur wer das Modell versteht, kann es so einsetzen, dass eine nachhaltige Sichtbarkeit entsteht, die sich heute stabilisiert und mit den Suchmaschinen von morgen kompatibel ist:

  • SEO-Strategien, die sich zeitnah an Markt- und Suchveränderungen anpassen
  • Semantisch optimierter Content, der Themen wirklich abdeckt
  • Technisches SEO,  Maximierung von Leistungsfähigkeit und Crawlbarkeit
  • Aufbau einer starken digitalen Autorität (EEAT)
  • Strukturierung von Daten für optimale maschinelle Lesbarkeit
  • (…)

Content optimieren – Blog, Ratgeber & Wissensbereiche

Einer der guten alten Grundsätze bleibt: Content ist King, wenn er relevant und helpful ist und die Suchintention punktgenau trifft.  Guter Content als Grundlage jeder nachhaltigen Sichtbarkeit sollte nicht nur gut ranken, sondern auch echten Mehrwert bieten.

Nun haben viele, insbesondere kleinere Unternehmen schon „normales SEO“ nur nebenbei betrieben. Der zuletzt aktuelle kostensparende Trend, mit Hilfe von ChatGPT dutzende Blogbeiträge zu publizieren, geht in sehr vielen Fällen „nach hinten los“ und füttert das Krokodil sogar.

Unser Tipp: Überarbeiten Sie bestehenden Content unter Berücksichtigung thematischer Vollständigkeit, Relevanz und Qualität. Machen Sie unbedingt den Faktencheck, bevor Sie etwas veröffentlichen. Stecken Sie Ihre Expertise und viel Liebe in neue Inhalte und teilen Sie diese über alle zur Verfügung stehenden Kanäle. Machen Sie in guter alter PR-Manier auf sich und ihre Brand aufmerksam.

Ein Top-Inhalt, der begeistert und Vertrauen schafft, wird in den „Next Gen Suchmaschinen“ sichtbar werden und trägt mehr zu Ihrem Erfolg bei als 10 schnell produzierte Beiträge.

Sie benötigen Hilfe oder wünschen sich eine kompetente Beratung? Dann prüfen Sie gerne unser SEO Leistungsangebot.